RSV Roßdorf
Frauenfußball
                      Germ. Pfungstadt: RSV Roßdorf I am 6.11 um 14 Uhr in Pfungstadt +++++ RSV Roßdorf II : SV Ehringshausen am 29.10 um 17 Uhr in Roßdorf                                   


Nach 2:0-Führung bleibt nur ein Remis

  • Im Spiel gegen die Aufsteigerinnen aus Augsburg kam der RSV nicht über ein 2:2 hinaus. Bei zunächst nebeligem Wetter erwischten die Frauen des TSV Schwaben den besseren Start. In den ersten zehn Minuten hatten die Bayerinnen bereits zwei sehr gute Chancen, die beste nach einer Ecke, als die Stürmerin allerdings Torhüterin Schmelz anköpfte. Für alle ein wenig überraschend erzielten aber nach fast 20 Minuten die Gastgeberinnen vom Einweg die Führung. Spielertrainerin Nina Kirchhain spielte einen Traumpass auf die gestartete Johanna Straube in die rechte Tiefe. Straube schob dann abgeklärt an der heraus eilenden Torhüterin vorbei ins lange Eck. Roßdorf kam nun endlich besser ins Spiel und schaffte es mehr und mehr die Partie ausgeglichener zu gestalten. Beide Mannschaften versuchten im Mittelfeld durch Kurzpassspiel ein Übergewicht zu erreichen und spielten immer wieder gezielte Bälle in die Spitze. Nach etwa einer halben Stunde gelang dem RSV sogar der Ausbau der Führung. Nach einer sehenswerten Ballstafette im Mittelfeld erreichte ein Diagonalpass Julia Schlothauer auf der linken Seite. Diese setzte sich hervorragend an der Grundlinie durch und zog in Richtung Tor ab. Der abgefälschte Ball prallte von der Latte direkt auf den Kopf von Sabrina Hempe, die problemlos einnickte. Roßdorf zeigte nun eine größere Sicherheit am Ball und im Kombinationsspiel, ohne jedoch Kapital daraus schlagen zu können. Stattdessen gelang den Gästen noch vor der Halbzeit das 2:1. Nach einem überflüssigen Ballverlust standen zwei Angreiferinnen inmitten der Roßdorfer Hälfte. Da die ballführende Stürmerin nicht richtig angegriffen wurde, konnte sie überlegt den Ball ins Roßdorfer Gehäuse heben. Die zweite Hälfte begann mit einer Großchance für die Gäste. Ein Freistoß wurde in den Strafraum geflankt und die Stürmerin Köpfte freistehend knapp übers Tor. Anschließend war die Partie wieder ausgeglichen. Roßdorf kam unter anderem durch Eileen Metzger zu guten Gelegenheiten, verpasste es aber die Führung wieder auszubauen. So kam, was irgendwie kommen musste. Das Team vom TSV lief einen Konter und dem RSV gelang es nicht die Gästespielerin rechtzeitig zu stoppen, sodass man letztlich nur zur Ecke klären konnte. Der Eckball landete im Getümmel und es gelang den Gastgeberinnen nicht das Leder aus der Gefahrenzone zu befördern. Eine Augsburgerin zog etwa sieben Meter vor dem Tor ab. Der nicht allzu kräftige Schuss wurde von einer Roßdorferin noch so abgefälscht, dass er genau ins lange Eck trudelte. Das gute Niveau der Partie blieb bis zum Schluss bestehen. Beide Teams hatten keine hochkarätigen Chancen mehr und so blieb es bei dem leistungsgerechten Remis.

Auswärtsserie hält an

  • Auch in der Oktoberfeststadt konnte der RSV drei Punkte entführen und setzt sich somit erst einmal in der oberen Tabellenhälfte fest. Allerdings war der erneute Auswärtserfolg auch sehr glücklich. Wacker, das bisher punktlose Tabellenschlusslicht, erwischte den besseren Start ins Spiel, indem es eine größere Ballsicherheit aufwies als die Gäste. Allerdings sprangen außer zwei Fernschüssen und ungenutzten Eckbällen keine nennenswerten Chancen heraus. Aber auch Roßdorf, das nach einer viertel Stunde besser ins Spiel fand, fehlte zunächst der Zug zum gegnerischen Tor. Doch nach 20 Minuten gewann das Kirchhainteam mehr und mehr Sicherheit und kreierte gefährliche Angriffe, die zumeist über die schnellen Spitzen oder die linke Außenbahn liefen. Jedoch ließen Metzger, Hempe, Schlothauer und Co die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Erst die glückliche Führung der Münchnerinnen sorgte für den notwendigen „Hallo-wach-Effekt“. Glücklich war der Treffer deshalb, weil die gegnerische Spielerin nach einer Ecke einen lockeren Ball Richtung RSV-Gehäuse schob, der nur rein ging, weil Kräling am kurzen Pfosten, in der Annahme, dass der Ball ins Aus gehe, Platz machte und der Ball somit doch noch den Weg ins Tor fand. Im Anschluss daran setzte der RSV zum Sturmlauf an. So dauerte es auch nicht lange bis der Ausgleich durch Sabrina Hempe fiel. Weitere gute Möglichkeiten wurden nicht genutzt, bis erneut Hempe mit dem Pausenpfiff zur Roßdorfer Führung traf. Die Mannschaft von Nina Kirchhain hatte das Spiel gedreht. In der zweiten Hälfte ließ Roßdorf erneut sehr gute Chancen liegen. Die beste hatte Eileen Metzger, die allein bereits an der gegnerischen Torhüterin vorbei war, dann aber nicht mehr rechtzeitig vor den zurückgeeilten Abwehrspielerinnen zum Einschieben kam. Allerdings stellte die Mannschaft von Nina Kirchhain nach einer gespielten Stunde die Bemühungen das Spiel selbst zu gestalten ein und Wacker setzte nun alles daran den Ausgleich zu erzielen. Roßdorf konnte lediglich durch vereinzelte Konter Entlastung und Gefahr erzeugen. Allerdings sollten die Bemühungen der Gastgeberinnen nicht belohnt werden. Der Kampfgeist des Einwegteams und eine sehr gut aufgelegte Jessica Schmelz im Tor verhinderten den wohl verdienten Ausgleichstreffer und brachten somit den dritten Auswärtsdreier im dritten Auswärtsspiel. Wacker München zeigte, dass es eigentlich nicht in den Tabellenkeller gehört und welches Potenzial in der Mannschaft steckt, die letztes Jahr noch um die Meisterschaft spielte.